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Interview mit Alexandra Stamm


Alexandra Stamm - Vita in Stichpunkten

  • Klassische Schauspieler-Ausbildung an der Universität Mozarteum in Salzburg
  • Festes Engagement am Stadttheater Heilbronn
  • Engagement an der Landesbühne Hannover, Kabarett und Improvisationstheater
  • Eigene Stücke seit 2000
  • Seit 2002 Das Original KRIMIDINNER: Erfinderin, Autorin, Regisseurin und Produzentin

Wie kamen Sie auf die Idee zum Krimidinner? Was fasziniert Sie an der Edgar Wallace-Atmosphäre?
Die Idee zu einer Kombination von Krimi und Kulinarik entstand aus meiner Vorliebe für spannende Kriminalgeschichten und gutes Essen. Ich hatte den großen Wunsch, beides miteinander zu verbinden.

Das Original KRIMIDINNER orientiert sich an Edgar Wallace, weil mich das Augenzwinkern in seinen Geschichten fasziniert. Seine Figuren nehmen sich selbst nicht zu ernst und trotzdem gelingt es dem Autor immer, eine spannende und gruselige Atmosphäre zu erzeugen. Seine fantastischen Geschichten, seine starken Bilder und die teilweise sehr schrägen Charaktere sind wunderbare Anregungen für meine Theaterinszenierungen, die sich immer hautnah zwischen den Zuschauern abspielen.

Was gilt es beim Schreiben der Stücke zu beachten? Wo liegen Fallstricke? Anders gefragt, was macht einen guten Krimi aus?
Einen guten Krimi machen eine spannende Geschichte, starke Figuren und eine überraschende, aber nachvollziehbare Auflösung aus. Außerdem muss mindestens eine Leiche darin vorkommen. Dabei machen viele Verdächtige einen Kriminalfall spannender. Deswegen tauchen beim Original KRIMIDINNER die Schauspieler, deren Rolle als Leiche ein Ende findet, als andere Figur erneut auf.

Welche Rolle spielt der Humor beim Krimidinner?
Ich charakterisiere gerne Figuren mit charmant-komischen Eigenarten, über die unsere Dinnergäste schmunzeln oder lauthals lachen können. Humor verbindet die Menschen. Gemeinsames Lachen, Rätseln und Essen bietet Gesprächsstoff über den Abend hinaus. Das Original KRIMIDINNER lädt die Zuschauer ein, sich als Teil der großen Familie zu fühlen, um die sich die Ashtonburry Chronik rankt. Deswegen haben Freiwillige auch in jeder der fünf Episoden die Möglichkeit, mit kleinen Gastrollen direkt an der Handlung teilzunehmen.

Wo war die erste Station für das Krimidinner? Welche Voraussetzungen müssen die Locations erfüllen?
Die Uraufführung vom Original KRIMIDINNER fand 2002 im Stiftshaus Essen vor etwa 60 Gästen statt. Heute spielen wir in ganz Deutschland vor 100 bis 300 Personen pro Vorstellung. Unsere Locations sind ausschließlich Schlösser, Burgen und namhafte Hotels mit außergewöhnlichem Ambiente. Guter Service und erstklassiges Essen garantieren Unterhaltung auf höchstem Niveau.

Sie übernehmen nicht nur die Rolle der Autorin, sondern auch die Regie. Wie koordiniert man die Schauspieler an den verschiedenen Standorten?
Anfangs trat ich noch selbst als Lady Ashtonburry auf, bevor ich mich dann mehr auf das Schreiben und die Inszenierung der Stücke konzentrierte. Mitterweise haben wir zehn Schauspieler-Teams, die parallel deutschlandweit in etwa 200 Locations unterwegs sind. Diese Tour wird von unserer Geschäftsstelle in Essen in NRW aus koordiniert. Jedes Team wird von einem Techniker und einem Abendleiter begleitet.

Sind neue Stücke geplant?
Ja, nachdem DER KOMMISSAR 2014 den Auftakt zu unserer ZDF-Dinnerreihe in Kooperation mit dem ZDF gemacht hat, erwecken wir 2015 mit DERRICK und DIE SCHWARZWALDKLINIK zwei weitere Kult-TV-Krimiformate zu neuem Leben.

Außerdem ist für 2016 die sechste Episode der Original KRIMIDINNER-Produktionen geplant und auch sonst habe ich schon ein paar verrückte Ideen.

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